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Die Baudenkmale des Gatower Denkmalweges


Die für den Gatower Denkmalweg ausgewählten Baudenkmale umfassen alle unter Denkmalschutz stehenden Bauten in Gatow, die zum ehemaligen Dorfkern und zur ersten nördlichen Dorferweiterung seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts gehören. Darüber hinaus wurden der Rest eines ehemaligen Wasserturms und die Informationstafel zur Geschichte des Rieselgutes Karolinenhöhe, auch wenn sie nicht denkmalgeschützt sind, als historische Zeugnisse in den Rundgang aufgenommen. Die Stationen des Denkmalweges dokumentieren die bauliche Entwicklung Gatows vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, die zeitliche Spanne reicht von der Dorfkirche aus dem 14. Jahrhundert bis zum Sommerhaus an der Havel von etwa 1920. Karte
Neben der Kirche gehören zu den ausgewählten Bauten vor allem bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die die Struktur Gatows als märkisches Bauerndorf am deutlichsten belegen. Dabei ist es oft nicht nur die historische Bausubstanz, die das Bild des alten Dorfes heraufbeschwört, sondern auch Typus und Anordnung der Gebäude auf einem Hof oder die Gesamtheit von Straßenbreite, Straßenbelag und Bebauung in einem Abschnitt der ehemaligen Dorfstraße. Die Palette der Bautypen umfasst neben Wohnhäusern für Vollbauern, Kleinbauern und Tagelöhner auch Scheunen, Ställe, Remise, Kornspeicher, Aborthäuschen mit Taubenturm, Wasserturm und Eiskeller.
Die ersten Veränderungen der dörflichen Struktur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lassen sich an Wohngebäuden wie dem Herrenhaus des Gutshofes oder den neuen Haustypen für die wachsende Zahl von Landarbeitern und anderen Dienstkräften sowie für zugezogene Handwerker und Händler nachvollziehen. Die Wohnhäuser des frühen 20. Jahrhunderts verdeutlichen die weitere Veränderung der Bewohnerschaft in Gatow. Zur Bevölkerung, die in der Landwirtschaft tätig war, kamen nun auch Menschen aus anderen Berufsgruppen und solche, die sich von der landschaftlich reizvollen Lage Gatows angezogen fühlten.

Autorin: Haila Ochs

 

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© LPV Spandau 2010
Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert
Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)
Bezirksamt Spandau von Berlin
Abt. Bauen, Planen und Umweltschutz
Naturschutz-, Grünflächen- und Umweltamt (NGU)