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Dorfkern Gatow

Der Gatower Dorfkern mit seinen alten Gutsanlagen zwischen der kleinen Badewiese an der Havel und dem Windmühlenberg ist bereits heute der erste Anlaufpunkt für Besucher in Gatow. Hier bietet die kleine Badewiese mit Kiosk und Restaurants im Sommer Erfrischung, ein großer Parkplatz ist vorhanden und viele der bekannten Gatower Feste finden auf den umliegenden Wiesen statt. Zwischen Parkplatz und kleiner Badewiese befindet sich der alte Kornspeicher, der vor Jahresfrist restauriert worden ist. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum alten Wasserturm und zur im Aufbau befindlichen Windmühle. In unmittelbarer Umgebung liegen der Reiterhof Reinecke, der Verkaufsstand von Bäuerin Bathe und der Hof Wolter.

Im Umfeld dieser kleinen Höhepunkte liegen zahlreiche historische Gebäude und Objekte, die Gatow einen musealen Eindruck verleihen.

Gatows Dorfkern eignet sich daher folgerichtig als Ausgangspunkt für Besucher, die den Ort und die umgebende Agrarlandschaft erkunden wollen. Um den Kornspeicher, der künftig vom Verein Historisches Gatow als kleines Dorfmuseum und als Besucherinformation genutzt werden soll, stärker zu Geltung zu bringen, wird angeregt, den Parkplatz nach Norden zurückzunehmen und auf der frei werdenden Fläche einen Dorfplatz mit historischen Pflasterbelägen zu entwickeln. Damit könnte ein attraktiver Zugang zur kleinen Badewiese geschaffen werden. Auf dem Dorfplatz können Kunstwerke der Gatower Künstler präsentiert und Besucher über die Möglichkeiten und Angebote in Gatow informiert werden. Der Platz kann auch für kleinere Veranstaltungen - ggf. unter Hinzunahme der Flächen des Parkplatzes - genutzt werden.

Der Parkplatz soll neu gestaltet und durch Baumpflanzungen optisch von der kleinen Badewiese und vom Dorfplatz getrennt werden.

Die kleine Badewiese soll im Zuge möglicher Erneuerungen im nördlichen Bereich Spielgeräte für Kinder erhalten und nach Norden hin über zwei Ufergrundstücke verlängert werden. Diese Ufergrundstücke verbinden die kleine Badewiese mit einem öffentlichen Weg zur Straße Alt Gatow. Im Bereich der Ufergrundstücke liegt ein kleiner Hafen, der künftig als Tretboot- und Solarboothafen genutzt werden könnte. Dadurch würde das Angebot des Imbisses auf der kleinen Badewiese erweitert die Attraktivität der Badewiese erhöht werden. In diesem Zusammenhang soll der Imbiss sowohl baulich als auch durch seine Angebote weiterentwickelt werden. Verlässliche Öffnungszeiten, einfache, aber dennoch ansprechende Imbissgastronomie mit ansprechenden Sitzmöglichkeiten im Freien sollen den Aufenthalt hier angenehmer gestalten. Auch die öffentliche Toilette soll vom Imbiss mit betrieben werden.

Die Wiese an der S-Kurve soll in ihrer Gestalt erhalten werden, jedoch wird vorgeschlagen, im südlichen Teil einige Parkhäfen zu errichten, um die Verluste von Stellplätzen auf dem Parkplatz an der Badewiese zu kompensieren. Die Wiese selbst soll weiterhin multifunktional z.B. für Veranstaltungen genutzt werden können. Dieser Bereich ist auch Start- und Zielpunkt der Gatower Wanderwege, wie dem Großen Gatower Rundweg, dem Bauernweg und dem Denkmalweg. Am südlichen Ende der Wiese sollte künftig eine Fußgängerampel oder eine Mittelinsel die Querung der Straße Alt Gatow erleichtern.

Über die Straße Alt Gatow gelangt man auch zum Verkaufsstand von Bäuerin Bathe und zur Fläche der ehemaligen Gutsgärtnerei, auf der frisches Gemüse angebaut wird. Von hier aus wird es einen Weg geben, der zum Waschhaus, dem Reiterhof Reinicke und weiter zum Wasserturm und zur Windmühle führen wird. Entlang des Weges sind einerseits Anbauflächen für Gemüse zu sehen, andererseits soll eine Streuobstwiese auch die alte Obstbaumtradition des Havellandes in Erinnerung rufen. Hier ist auch eine kleine Ziegenhaltung denkbar. Ein Barfußpfad rundet das Naturerlebnis für die Familie hier ab.

Der alte Wasserturm soll künftig als Aussichtsturm einen Blick auf die Havel und herüber zum Grunewaldturm ermöglichen. Nicht weit von hier befindet sich die Windmühle, die derzeit aufgebaut wird und sich sicherlich zu einer der Hauptattraktionen Gatows entwickeln wird.

© LPV Spandau 2010
Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert
Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)
Bezirksamt Spandau von Berlin
Abt. Bauen, Planen und Umweltschutz
Naturschutz-, Grünflächen- und Umweltamt (NGU)