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Hafen Gatow - Wassertourismus am Pfirsichweg

Gatow hat eine lange Tradition als Standort für den Wassersport, Freizeitaktivitäten am und auf dem Wasser, Naherholung und Tourismus. Das Dorf ist Sitz zahlreicher Wassersportvereine unter anderem für Segeln, Rudern, Kanu und Motorboote. Hinzu kommen mit der kleinen und der großen Badewiese zwei Badestellen, die sich im Sommer großer Beliebtheit erfreuen. Die beiden Dampferanleger sind heute nicht mehr in Betrieb.

Der Uferabschnitt nahe des Pfirsichweges konzentriert bereits mehrere Wassersportvereine, den Ruderverein Collegia, den MotorYachtclub Preussen und das Wassersportheim Gatow. Dazwischen liegt mit dem Grundstück Gatower Straße 333 ein bezirkseigenes Grundstück, dass als Standort für die freiwillige Feuerwehr Gatow im Gespräch ist. Zwischen dem Grundstück der Gatower Straße 333 und der Villa Lemm liegt in Verlängerung des Rothenbücher Weges eine Freifläche am Havelufer, die sich für die Entwicklung weiterer wassertouristischer Angebote idealerweise eignet.

Für die weitere Entwicklung dieses Bereichs sind im Projekt Gatow Ideen entwickelt worden, die nun einen breiteren Diskussionsprozess erfahren sollen. Insbesondere mit den ansässigen Wassersportvereinen sollen hierzu weitere Gespräche geführt werden.

Der Platz am Havelufer könnte demnach zum Hafenplatz Gatow - einem attraktiven öffentlichen Raum - weiterentwickelt werden. Wasserseitig könnten Steganlagen für verschiedene Bootstypen die Angebote der umliegenden Wassersportvereine ergänzen. Hierzu könnten u.a. ein kleiner Anleger für Kanuwanderer, ein 24-Stunden-Liegeplatz oder auch ein Anleger für Dampfer bzw. Wassertaxis gehören. Damit würde der Hafen Gatow sich zu einem weiteren Eingangstor für Besucher des Dorfes und der Gatower Landschaft entwickeln lassen. Informationsmöglichkeiten, ein Fahrrad- und ein Kanuverleih würden dem Gatowbesucher weitere Möglichkeiten eröffnen, Dorf, Feld und Flur zu erkunden.
Der Hafenplatz sollte in Anlehnung an den historischen Straßenbelag des Rothenbücherweges gestaltet werden. Um die Anbindung an den Gatower Dorfkern zu verbessern, sind neue Fußwegeverbindungen entlang des Südlichen Rieselfeld-Abfanggrabens nach Alt Gatow und im Norden des Grundstücks Gatower Straße 333 zur Gatower Straße sinnvoll.

Eine Dampferverbindung zwischen der Altstadt Spandau und Gatow mit weiterführenden Verbindungen nach Kladow, Wannsee und Potsdam oder auch zum Grunewaldturm am anderen Havelufer wäre nicht nur für Berliner Ausflügler eine attraktive Angebotserweiterung, sondern auch für den auswärtigen Berlinbesucher. Dieser könnte auf diese Weise nicht nur das historische, städtische Spandau erleben, sondern auch das ländlich-idyllische, bäuerliche Berlin mit einer intakten Natur.

Die Anlagen der im Umfeld des Hafens Gatow ansässigen Wassersportvereine sollen dabei erhalten oder auch aufgewertet werden. Der Steg des Rudervereins Collegia könnte künftig durch einen Einlass für Kanus und Kajaks ergänzt werden. Der Motor Yacht Club Preussen im ADAC e.V., der als Gelbe-Welle-Standort bereits Wasserwanderer willkommen heißt, wird seine Infrastrukturen für Wasserwanderer mit einer neuen Fäkalienabpumpstation komplettieren. Das Wassersportheim Gatow, das bereits heute Gästebetten im Stile einer Jugendherberge anbietet, könnte dieses Angebot komplettieren. Auch die Entwicklung zu einem Wasserwanderrastplatz für Ruderboote und Kanus steht zur Diskussion. Ein Teil des Geländes der Gatower Straße 333, das als künftiger Standort der freiwilligen Feuerwehr gehandelt wird, könnte ergänzend auch Wassersportvereinen angeboten werden, die sich derzeit auf problematischen Standorten befinden.

In Zusammenarbeit mit den Vereinen und der lokalen Wirtschaft werden Angebote und Packages mit verschiedenen Aktivitäten für Besucher entwickelt. Die Angebote reichen von Spaziergängen zu den historischen Gebäuden über Nordic Walking und therapeutisch begleiteten Sport im Freien bis hin zu Wanderungen in der Feldflur, Dorffesten und Besuchen auf Bauernhöfen.

Der Hafen Gatow könnte die Bedeutung Gatows als wichtiger Standort für den Wassersport weiter qualifizieren.

© LPV Spandau 2010
Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert
Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)
Bezirksamt Spandau von Berlin
Abt. Bauen, Planen und Umweltschutz
Naturschutz-, Grünflächen- und Umweltamt (NGU)